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In deinem Lebenslauf liest man, dass du früher ein handwerkliche bzw eine pflegerische Ausbildung gemacht hast - Wie bist du letztendlich zum Gesang
gekommen?
Seit ca. 25 Jahren mach ich schon Musik. Bereits mit 13 Jahren hatte ich meine erste Band, eine Akustik Gruppe aus Kleve mit drei Gitaristen, mit der ich alles
Mögliche ausprobiert habe. Danach bin ich öfters umgezogen, habe eine neue Schule besucht und natürlich viele neue Leute kennen gelernt. 1982 kam es dann dazu, dass
ich meine erste Band „Egal“ gegründet hab. Neue deutsche Welle war das damals und mein erster Erfolg war, als in der Schule meine selbst geschriebenen Song „Love Song“
gesungen habe. Von da an ging es immer weiter aufwärts. Ich habe einige Talentwettbewerbe gewonnen mit meiner Band „Egal“ und dann ging eigentlich alles ganz schnell.
Also kann man sagen, ich hab schon vor meiner beruflichen Karriere viel Musik gemacht. Bis ca. zu meinem 25. Lebensjahr war das Singen zwar nur ein Hobby, aber ich
hatte schon damals das Ziel vor Augen, mein Talent einmal zum Beruf zu machen und damit Geld zu verdienen.
Du hast schon in einigen Bands gesungen - Mit welcher hattest du bis jetzt die größten Erfolge?
Erfolg ist relativ. Für mich persönlich zählt auf keinen Fall der finanzielle Erfolg. Daher kann ich behaupten, dass es für mich immer Erfolge gab. Mit meiner ersten
Band „Egal“ hatte ich den ersten Auftritt auf einer Mistkarre und wir haben gerade einmal für ca. 50 Leute gespielt und im darauf folgenden Sommer, also ungefähr zwei
Monate später, hatten wir schon die Gelegenheit in einem Festzelt zu spielen. Durch ständiges Üben bekamen wir kurze Zeit darauf sogar die Gelegenheit in der
Stadthalle zu spielen. Dieser Auftritt war für uns natürlich ein rießen Erfolg, da kaum Bands die Gelegenheit hatten dort aufzutreten. Damals hatten wir mittelmäßig
abgeschnitten und auch ein paar eigene Fans gehabt. Doch kaum ein Jahr später waren wir die Headliner auf diesem Festival und die Leute kamen wegen uns! Und so zog
sich dann ein positiver, roter Faden immer weiter durch mein Leben. So hatte ich dann mehrere Videoproduktionen, unter anderem mit MTV, und bekam daraufhin auch einige
Angebote. Angenommen habe ich allerdings keines, da ich zu dieser Zeit schon Leadsänger der Band „Letter X“ war. Diesen Schritt kann ich für mich auch als einen großen
Erfolg zählen, da ich „Letter X“ zuvor nur aus der Zeitung bzw. von Cds kannte. Ich war dann auf einigen Konzerten dabei und bekam kurze Zeit darauf die Chance für
diese Band neue Liedtexte zu schreiben. Die Cd Reflections“ erschien dann bei Zero-Corperation und wurde weltweit veröffentlicht. Danach war es dann erstmal Dunkel in
meinem Leben, bis ich dann ein Angebot bekam bei der Band „Face“ zu singen. Das war natürlich wieder ein Erfolg für mich, da ich die letzten Jahre kaum Geld verdient
hatte. Nach sieben Jahren „Face“ haben Regine und ich uns gedacht, mal etwas anderes zu machen. Wir haben angefangen in Kirchen zu singen. Natürlich ohne dafür Geld zu
verlangen, einfach nur Just for fun. Solche Sachen sind nur kleine Erfolge, auf die ich aber großen Wert lege. Nach kurzer Zeit entstand „Voice 4 u“, ein neues Projekt
für mich, ein musikalisch abwechslungsreiches Programm, bestehend aus einer Auswahl von weltbekannten Pop- und Soulhits, sowie Ausschnitten aus erfolgreichen Musicals.
Mit „Voice 4 u“ konnte ich einige Erfolge zählen, unter anderem natürlich die zwei Cds, die wir bereits veröffentlicht haben.
Du wohnst in Düsseldorf singst aber aktiv bei Face und Voice 4 u - Wie schaffst du das?
Ich habe zwei Wohnungen. Eine in Düsseldorf und noch ein kleines Appartement bei Achstetten. Und dann bleibt mir nichts anderes übrig wie hin und her zu pendeln. Jeder
freie Minute dich ich habe, fahre ich natürlich nach Hause und besuche mein Kind, das ansonsten bei seiner Mutter lebt.
Mit beiden Bands hast du bereits CDs auf dem Markt - Wieso wurde 2002 deine Single "Prayer" nicht veröffentlicht?
Ich habe damals eine Promo-Cd mit vier Songs gemacht und wenn diese eventuell einmal veröffentlich wird, soll sie „Prayer“ heißen, da der ersten Song, den ich dafür
geschrieben habe, „Prayer“ heißt. Diesen habe ich für mein Kind geschrieben. Im Moment arbeite ich aber an meiner Solo-Cd, die dieses Jahr noch erscheinen
soll.
Zum Start der Nordischen Ski-WM hast du jetzt deine neue Single "Live your dream" auf dem Markt - Wie bist du dazu
gekommen?!
Es gab eine Ausschreibung für diesen Song. Darauf haben sich einige beworben, auch bekanntere Leute, die aber wohl nicht die richtigen waren. Dann versuchte man eine
andere Lösung zu finden und auf Grund meiner Bekanntheit durch „Face“ und „Voice 4 u“ bekam ich das Angebot eine Song zu singen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht
einmal um welche Musikrichtung es sich handelte. Es stellte sich dann raus, dass ich einen Ski-WM Song singen sollte.
Meinst du, die Single hat Erfolg? Und was erhoffst du dir dadurch für die Zukunft?
Also, im Moment ist es schon ein Erfolg, dass der Song bei diversen Radiosendern läuft. Unter anderem auch in der Rotation, was bedeutet, dass er auf jeden Fall öfters
durchläuft. Und ob der Song eventuell einmal in die Charts kommt, kann ich nicht sagen. Das liegt nicht an mir, sondern hängt von der Promotion ab. Während der WM
werden meine live Auftritte auch öfters im Fernsehen ausgestrahlt. Besondere Hoffnung für die Zukunft habe ich durch den Song eigentlich nicht. Wichtig ist mir
natürlich, dass ich den Song gut performen werde. Davon wird dann auch mein Erfolg abhängig sein. Ich wünsche mir natürlich, dass meine Auftritte von anderen
Produzenten, Promotern und Plattenfirmen gesehen werden und dadurch auch mehr Interesse an mir entsteht.
Wo werden in Zukunft deine Schwerpunkte liegen?
Das Bestreben eines Musikers ist immer sein eigenes Werk. Meine Haupteinnahmequelle sind eigentlich „Face“ und „Voice 4 u“. „Face“ läuft im Moment sehr gut, aber ich
denke nicht, dass ich in ca. zehn Jahren noch bei dieser Band singe. Sagen kann ich das jetzt natürlich noch nicht, aber ich möchte auf keinen Fall als Coverrock-Opa
auf der Bühne stehen. Daher denke ich eher, dass ich mich in nächster Zeit mehr auf „Voice 4 u“ konzentrieren werde und wir das Zusammen auch noch ausbauen
werden.
Hättest du früher gedacht, dass du einmal so erfolgreich bist?
Gewünscht habe ich es mir, aber gedacht auf keinen Fall. Man stößt immer wieder an seine Grenzen und sieht andere Musiker die man für besser hält. Ich werde jetzt
erstmal abwarten bis meine eigenen Songs vermarktet sind.
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